Windows XP 2011
April 1, 2011 – 21:03Heute hab ich lustigerweise einen XP Rechner zur Installation bekommen. Lustig, weil schon 6 Jahre alt und alles weg. Kein XP Key, kein nix. Den Key konnte ich aus der Registry der noch einigermaßen funktionierenden Installation extrahieren, eine XP SP2 CD hat sich auch noch auftreiben lassen. Also alles kein Problem dachte ich mir, legte die Installations CD ein und startete den Rechner davon. Alles lief wie bekannt ab, bis, ja bis ich die Partition auswählen wollte und feststellte, dass der Controller wohl nicht erkannt wurde. Da war doch was dachte ich mir so nebenbei – irgendwas mit F6.
Ich erinnerte mich dunkel daran, dass man Treiber aus dem Internet besorgte und diese auf Disketten dem Installer mittels F6 zum fressen vorwarf. Den Treiber zu finden war schonmal gar nicht so einfach, aber ich denke ich hab ihn gefunden. In dem ZIP war auch ein vielversprechendes Verzeichnis ‘Disk’ eingepackt, welches mir sehr bekannt aussah und was sicherlich funktioniert hätte, wenn ein Floppy Laufwerk in dem Rechner wäre. Das ist aber leider nicht der Fall und so hab ich zuerst versucht den Treiber auf einen USB Stick zu kopieren und im BIOS die Emulation des USB Storage Support auf ‘Floppy’ gestellt. Trotz mehreren Bootversuchen fand das XP nie den Treiber auf dem USB Stick.
Meine nächste Idee war einen alten SATA Controller einzubauen, den ich noch im Regal hatte. Er sah schon vielversprechend aus, denn es stand groß und breit ‘Promise’ drauf. Leider hat auch der nicht funktioniert, was ich auch schon fast vermutet hatte. Der Controller war wohl einfach nicht alt genug.
Inzwischen geisterte mir ‘Slipstream CD’ durch den Kopf, aber aufgrund der Unsicherheit ob ich den richtigen Treiber hab und dem Aufwand hab ich das wieder gestrichen und mich auf die Suche nach einem Floppy Laufwerk begeben. Und – oh Wunder – ich hab noch eins. Allerdings konnte ich im ganzen Büro und anschließenden sonstigen Räumen keine einzige Floppy mehr auftreiben. Und selbst wenn – die wäre sicherlich sowieso zu nix mehr zu gebrauchen.
‘Tja.. das war’s dann jetzt’ dachte ich mir. Oder doch nicht? Schließlich hab ich doch noch einige IDE Festplatten im Regal. Also versuchte ich in einem letzten Test noch diese Variante. Auch hier scheiterte der erste Versuch mit einer Seagate ST3500630A (500GB aus 2008) scheiterte an einem schwarzen Bildschirm während der Initialisierungsphase des Setups. Danach grub ich aus meiner Hardwarekiste eine IBM Deskstar IC35L040A (41GB aus 2001) aus. Die wollte zuerst nicht so recht, aber nach einem beherzten Schlag gegen die Seite lief sie dann – mit ohrenbetäubenden Pfeifen – doch an.
Und das unfassbare geschah: die Platte wurde erkannt und Windows XP ließ sich installieren. Und so eine Windows XP Installation dauert doch ganz schön lange verglichen mit Windows 7.
Im nächsten Schritt habe ich nun alle notwendigen Treiber nachinstalliert und die Installation mittels TrueImage auf die SATA Festplatte transferiert. Dank der nun vorhanden Treibern lief das alles problemlos.
Das Ganze war natürlich mehr Eigenantrieb, weil am Problem festgebissen, als irgendwie zeitlich zu rechtfertigen. Aber es zeigt schön wie froh man sein kann endlich Hardware haben zu können, die einigermaßen zusammenspielt. Und den Disketten trauert ja nun keiner mehr ernsthaft hinterher…